VICE VERSA I – Fünf Künstler der Galerie Lindner Wien bei dr. julius | ap

_ 20. Februar bis 30. März 2013


Das Ausstellungsjahr 2013 beginnt bei dr. julius | ap mit einer Galerien-Kooperation: Fünf Künstler der Galerie Lindner Wien werden ab 7. Februar in Berlin zu sehen sein.

Die Berliner Ausstellung versammelt, dem programmatischen Schwerpunkt der Galerien entsprechend, Künstler des nicht-gegenständlichen, reduktiven bzw. konkreten Feldes der bildenden Kunst.

Hellmut Bruch, 3 Tore Doppelprogression, 2009, oranges fluoriszierendes Acrylglas, Prototyp, 50 x 50 x 0,3 cm

Für Hellmut Bruch sind die zentralen Themen seiner Arbeiten das Licht und Proportionen, die sich aus Naturgesetzlichkeiten ableiten und in „offenen Formen“ Gestalt annehmen.Seine Werke nehmen Bezug auf das Licht als „offenes Medium“, auf die Gravitation sowie auf die Fibonacci-Folge bzw. auf den „Goldenen Schnitt“. Da die Kunst von Hellmut Bruch von der Realität des Immateriellen ausgeht, sind seine Plastiken und Skulpturen keine reduzierten Abbildungen oder Abstraktionen des Sichtbaren, sondern folgen jenen Voraussetzungen, die der materiellen Welt Gestalt geben und sie prägen. Die so entstehenden „Offenen Formen“ bauen auf universale Konstanten und streben in Richtung der Unendlichkeit.[1]

Hellmut Bruch [www.hellmutbruch.com/ www.artfacts.net/de/kuenstler/hellmut-bruch-1958/profil.html]
*1936 in Hall in Tirol/AT, lebt und arbeitet dort
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Belgien, Brasilien, Kanada, Deutschland, England, Estland, Frankreich, Holland, Italien, Israel, Japan, Korea, Litauen, Österreich, Polen, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Süd-Afrika, Ungarn und USA.
Auszeichnungen und TV-Dokumentationen.
Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen in Brasilien, Canada, Deutschland, England, Frankreich, Holland, Italien, Japan, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Slowenien, Südafrika, Ungarn und USA.

 

Gerhard Frömel, Raumkörper Berlin, 3 parts, [Section] 2013, aluminum / acrylic paint, 3 x 21 x 32 x 5 cm

Die Arbeiten von Gerhard Frömel [*1941] gehören der sich auf einige wesentliche Formen und Inhalte reduzierenden konkreten Kunst an. Sein künstlerischer Weg führt vom Bild zum Objekt und zur Rauminstallation.Frömels Schaffen ist künstlerischer Ausdruck seines Suchens nach einer neuen Lebensqualität durch Begegnung – nach dem Verbindenden in der scheinbaren Unübersichtlichkeit oder Fremdheit. Speziell seine Objekte und Rauminstallationen beziehen in diese Suche in starkem Maße den Betrachter mit ein – sie fordern seine Konzentration. Durch Überlagerung räumlich getrennter, jedoch miteinander kommunizierender Einzelteile ergibt sich die künstlerische Absicht – der formale Zusammenhang. … ”[2]

Gerhard Frömel [www.galerie-lindner.at/kuenstler_froemel.html www.artfacts.net/de/kuenstler/gerhard-fromel-24437/profil.html]
*1941 in Grieskirchen/AT, lebt und arbeitet in Wolfsegg am Hausruck/AT
1955 – 1959 Schildermalerlehre
1965 – 1969 Gebrauchsgrafikstudium bei Prof. Erich Buchegger an der Kunstschule der Stadt Linz
1975 – 2003 Lehrtätigkeit an der Kunstuniversität Linz
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Österreich, Deutschland, Polen und der Schweiz, Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen

 

Hans Jörg Glattfelder, Permutation, coupures et direction, 2012, Acryl/Textil auf Holzkonstruktion, 75 x 100 cm

Das künstlerische Werk von Hans Jörg Glattfelder [*1939], der mit strengen, geometrischen Elementen arbeitet, steht auf den ersten Blick in der Tradition der Zürcher Konkreten, wenngleich er in seiner Hinwendung an das Phänomen des Raumes über diese hinaus geht. Der Kunsttheoretiker Hans Heinz Holz spricht in diesem Zusammenhang davon, dass mit Glattfelder „die konstruktivistische Kunst in eine sichtbar neue Phase eingetreten ist“, da dieser als einer der ersten versucht habe, die komplexen Raumvorstellungen der modernen Physik auf die konstruktive Kunst zu übertragen. Dabei wird der rechte Winkel, der in der konstruktiven Tradition stets von größter Bedeutung war, zugunsten neuer – von Glattfelder „nichteuklidisch“ genannter – Strukturen aufgegeben.[3]

Hans Jörg Glattfelder [www.glattfelder.eu/ www.artfacts.net/de/kuenstler/hans-jorg-glattfelder-893/profil.html]
*1939 in Zürich/CH, lebt und arbeitet in Paris/FR
Universitätsstudium der Kunstgeschichte, Jura und Archäologie, 1963 Niederlassung in Florenz, 1970 Übersiedlung nach Mailand, 1987 Camille-Graeser-Preis, Zürich, 1990 Atelier in New York als Stipendiat der Stadt Zürich, 1998 Übersiedlung nach Paris
Zahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen, Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen

 

Andrea Maria Krenn, 112,5 cm² um das vergessen zu vermeiden, 2007, Papier geknickt, 50 x 50 cm

Malerei und Objekt bzw. raumbezogene Arbeiten sind die zentralen Medien der Künstlerin Andrea Maria Krenn [*1974]: Obwohl man die klassische „Tafelbildmalerei” in ihrem Werk nicht findet, ist die Malerei doch sehr wichtig für sie – gerade dort, wo es um die Schnittstelle zwischen dem Zwei- und Dreidimensionalen geht und sich im Bild ein Bildraum öffnet bzw. der Bildträger samt Bild zum Objekt wird. So ist insbesondere ein Aspekt entscheidend und symptomatisch für ihr Schaffen: Der Raum in all seinen Facetten. [4]

Andrea Maria Krenn [www.andreamariakrenn.net/ www.artfacts.net/de/kuenstler/andrea-maria-krenn-148384/profil.html]
*1974 geboren in Hutthurm/DE, lebt und arbeitet in Wien/AT
1996 – 1999 Keramikfachschule Landshut/DE
1999 – 2004 Kunstuniversität Linz/AT, Malereiklasse Prof. Ursula Hübner
2004 – 2005 Akademie der bildenden Künste, Wien/AT, Textuelle Bildhauerei, Prof. Heimo Zobernig
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Österreich, Deutschland und der Slowakei
Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen

 

David Rabinowitch, Altan Ruthe, 2004, Holzschnitt auf Japanpapier, 13/35, 3 x 69 x 50 cm

David Rabinowitch [*1943] ist als Bildhauer bekannt geworden. . Immer schon war ihm auch die Zeichnung ein besonderes Anliegen. So gibt es einen Zyklus von Zeichnungen romanischer Kirchen und einen im Jahr 1972 entstandenen von Bäumen im Central Park. Über die in den Jahren 2002 bis 2004 entstandene Altan Group, die aus drei Mappen mit insgesamt 13 handgedruckten Holzschnitten auf Japanpapier besteht, schreibt Georg Imdahl: „Es liegt auf der Hand, dass sich die Gattung Holzschnitt naturgemäß an dem Gegenstand Baum besonders glaubwürdig einsetzen lässt. Was man in diesen Blättern wohl zuerst sieht, ist die Schönheit von Farbe und Licht. Offensichtlich ist der Anspruch in den Blättern der ‘Altan Group’, im Unterschied zu den Sakralbauten nun ausdrücklich kontingente Ordnungen der Welt zum Ausgangspunkt zu nehmen für Ordnungen, die sich auf der Fläche formulieren lassen. Spontan kann man in manchen dieser Blätter Umrisse, Formen, Figurationen ausmachen, die man so oder ähnlich auch in den Bodenskulpturen antreffen könnte. Es bereitet wenig Mühe, sich etwas eingehender in diese Blätter einzusehen, so dass man das Motiv ‘Baum’ alsbald übersieht.” [5]

David Rabinowitch [www.galerie-lindner.at/kuenstler_rabinowitch.html www.artfacts.net/de/kuenstler/david-rabinowitch-2947/profil.html]

*1943 in Toronto/CA, lebt in New York/US
Studium der Naturwissenschaften und englischen Literatur an der Universität von West-Ontario/CA
1974-75 Lehrtätigkeit an der Yale Universität, New Haven/US
1984-2007 Professor für Bildhauerei an der Staatlichen Kunst-akademie Düsseldorf/DE
Zahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen in bedeutenden Museen und Galerien
Teilnehmer der documenta 6, 7 und 8

 

Im Gegenzug werden ab 20. Februar 2013 in der Galerie Lindner Wien acht Künstler aus der Ausstellung
FutureShock OneTwo von dr. julius | ap gezeigt werden.

 

POI – Point of Interest

Ray Malone, Henriëtte van ’t Hoog, Don Voisine, Wolfgang Berndt, Anette Haas, Stephan Ehrenhofer, Guido Winkler, Tim Stapel

Eröffnung Mittwoch, 20. Februar 2013, 19 – 21 Uhr
Ausstellung bis 29. März 2013
DI – FR 14 – 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung

GALERIE LINDNER WIEN
Schmalzhofgasse 13/3
A-1060 Wien
T+F +43 1 913 44 58
M +43 676 601 13 22
galerie.lindner@chello.at
www.galerie-lindner.at

— [EN] —

_ February 20 through March 30, 2013

VICE VERSA I

Five artists from Galerie Lindner Wien at dr. julius | ap

Hellmut Bruch, Gerhard Frömel, Hans Jörg Glattfelder, Andrea Maria Krenn, David Rabinowitch

2013 begins at dr. julius | ap with a collaboration between galleries: starting February 7, five artists from Vienna’s Galerie Lindner will be shown in Berlin. In return, eights artists from the dr. julius | ap exhibition FutureShock OneTwo will be housed in the rooms of the Vienna gallery.

The Berlin exhibition, in keeping with the programmatic focus of both galleries, brings together artists of non-representational, reductive/concrete visual art.

The central themes of Hellmut Bruch’s [*1936] works are light and proportions deduced from natural laws, which take shape in “open forms.” His works refer to light as an “open medium”; they refer to the Fibonacci series as well as the “golden mean.” Since Hellmut Bruch’s art assumes the reality of the immaterial, his sculptures are not reductive representations or abstractions of the visible. Rather, they proceed from the premises that form and shape the material world. The “open forms” thusly created build upon universal constants and strive towards infinity. [1]

Hellmut Bruch [www.hellmutbruch.com/ www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/1958/lang/1/]
*1936 in Hall in Tirol/AT, lives and works there
Numerous solo and group exhibitions in Belgium, Brazil, Canada, Germany, England, Estonia, France, Holland, Italy, Israel, Japan, Korea, Lithuania, Austria, Poland, Russia, Sweden, Switzerland, Slovakia, Slovenia, Spain, South-Africa, Hungary and the USA.
Awards and TV documentaries.
Works in public and private collections in Brazil, Canada, Germany, England, France, Holland, Italy, Japan, Austria, Poland, Sweden, Switzerland, Slovenia, South-Africa, Hungary and the USA.

The work of Gerhard Frömel [*1941] is “concrete art reduced to basic forms and content. His artistic path leads from image to object to room installation. Frömel’s work is the artistic expression of his search for a new quality of life through encounters—a search for links in what seems to be confusion or strangeness. To a great degree his objects and room installations specifically include the viewer in this search—they demand his concentration. Through the interaction and layering of spatially separate yet inter-communicating components, the artist’s vision results in a formal coherence…” [2]

Gerhard Frömel [www.galerie-lindner.at/kuenstler_froemel.html www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/24437/lang/1/]
*1941 in Grieskirchen/AT, lives and works in Wolfsegg am
Hausruck/AT
1955 – 1959 Sign painter teaching
1965 – 1969 Commercial art studies with Prof. Erich Buchegger at the Art School of the City of Linz/AT
1975 – 2003 Teaching at the Art University Linz
Numerous solo and group exhibitions in Austria, Germany, Poland and Switzerland
Works in public and private collections

The art of Hans Jörg Glattfelder [*1939], which works with strict geometric elements, at first seems to belong to the Zürich Concrete tradition, although his dedication to spatial phenomena extends beyond this. The art theorist Hans Heinz Holz remarks in this context that with Glattfelder “constructivist art enters a visually new phase,” and that he is among the first to attempt to express modern physics’ complex understanding of space through constructive art. In the process the right angle, which has always been important in the constructive tradition, is abandoned in favor of new structures which Glattfelder terms “non-euclidean.” [3]

Hans Jörg Glattfelder [www.glattfelder.eu/ www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/893/lang/1/]
*1939 in Zurich/CH, lives and works in Paris/FR
University studies in art history, law and archeology, moves to Florence in 1963, to Milan in 1970 e
1987 Camille-Graeser-Preis, Zurich
1988 moves to Ameno am Ortasee
1990 studio in New York on a scholarship of the city of Zurich.
1998 moves to Paris
Numerous international solo and group exhibitions
Works in public and private collections

Painting and object, or rather, spatially-oriented work is central to Andrea Maria Krenn’s [*1974] art: although classical “panel painting” is not to be found here, painting is nonetheless very important to her work—precisely when it deals with the interface between the two-dimensional and the three-dimensional, where space opens in an image, or when surface and painting together become an object. In this way, space, with its many facets, is the most decisive and symptomatic aspect of all her work. [4]

Andrea Maria Krenn [www.andreamariakrenn.net/ www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/148384/lang/1/]
*1974 in Hutthurm/DE, lives and works in Vienna/AT
1996 – 1999 Ceramic School Landshut/DE
1999 – 2004 Art University Linz/AT, painting class Prof. Ursula Hübner
2004 – 2005 Academy of Fine Arts, Vienna / AT, Textual Sculpture, Prof. Heimo Zobernig
Numerous solo and group exhibitions in Austria, Germany and Slovakia
Works in public and private collections

David Rabinowitch [*1943] has become well-known as a sculptor. Thus, he has always also been concerned with drawing—there is a cycle of drawings of Romanesque churches, and one of trees in Central Park, created in 1972. Georg Imdahl writes of the Altan [Balcony] Group, which consists of thirteen total hand-printed woodcuts on Japanese paper created in three sessions between 2002 and 2004, “It is obvious that the genre of the woodcut naturally lends itself particularly convincingly to the subject of a tree. What one first notices in these pieces is the beauty of light and color. It seems that the leaves of the “Altan Group,” in contrast to the sacred buildings, strive to take explicitly contingent arrangements of the world as sources for arrangements that can be expressed on a flat surface. One can spontaneously make out the kinds of contours, forms, and figurations that one might come across in the floor sculptures. It takes little effort to look at these leaves a bit more closely and see beyond the motif of “tree.””[5]

David Rabinowitch [www.galerie-lindner.at/kuenstler_rabinowitch.html www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/2947/lang/1/]
*1943 in Toronto/CA, lives and works New York/US
Study of natural sciences and English literature at the University of Western Ontario/CA
1974-75 Lecturer at Yale University, New Haven/US
1984-2007 Professor of sculpture at the National Art Academy Dusseldorf/DE
Numerous international solo and group exhibitions in renowned museums and galleries world-wide
Participant of documenta 6, 7 and 8

dr. julius | ap
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S-Bahn Suedkreuz + Julius-Leber-Bruecke, Bus 106 + 204 to Leuthener Strasse

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[1] see http://de.wikipedia.org/wiki/Hellmut_Bruch
[2] Heidi Bierwisch, Erfurt
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_J%C3%B6rg_Glattfelder
[4] Galerie Lindner Wien
[5] www.galerie-lindner.at/kuenstler_rabinowitch.html
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In return, eights artists from the dr. julius | ap exhibition FutureShock OneTwo will be housed in the rooms of the Vienna gallery.

POI – Point of Interest

Ray Malone, Henriëtte van ’t Hoog, Don Voisine, Wolfgang Berndt, Anette Haas, Stephan Ehrenhofer, Guido Winkler, Tim Stapel


Opening Wendesday,February 20,2013, 7 – 9 p.m.
Exhibition through March 29, 2013
Open Tuessday – Friday 2 – 6 p.m. and by appointment


Ausstellung bis 29. März 2013
DI – FR 14 – 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung

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