KREUZLINIEN
Jan van Munster · Willem Besselink

___DE__
Eröffnung Mittwoch, 14. September 2022, 18 – 21 Uhr
Zu sehen bis 29. Oktober 2022

Öffnungszeiten
Freitag 15 bis 19 Uhr, Samstag 14 bis 18 Uhr, sowie täglich auf Verabredung



Die Verbindungen zwischen Jan van Munster, Willem Besselink und drj art projects sind vielfältig. So zählt Jan van Munster mit seinem über viele Jahrzehnte gewachsenen Œuvre zu den international renommiertesten Programmkünstlern von drj. In seinen bisherigen Duo-Ausstellungen und den zahlreichen Beteiligungen an wichtigen Themenpräsentationen hat seine Position das Profil der Programmgalerie entscheidend mit geschärft. Zudem ist er seit langer Zeit auch Förderer des künstlerischen Nachwuchses: Über viele Jahre hat seine IK Stiftung in der den Niederlanden Aufenthaltsstipendien an junge Künstlerinnen und Künstler vergeben, um ihnen eine Zeit unabhängigen inhaltlichen Arbeitens zu ermöglichen. Hier war auch Willem Besselink Stipendiat, der darüber hinaus über sein Studium in Berlin stets Verbindungen in die Stadt gepflegt hat. So war auch er bereits in thematischen drj-Projekten vertreten. Zudem gehört er auch zu den Gründungsmitgliedern der Künstler:innen-Vereinigung Frontviews, mit der wiederum drj art projects vor kurzem eine umfangreiche Kooperation zur Textilen Kunst erfolgreich durchgeführt hat.

In KREUZLINIEN verbinden die beiden niederländischen Künstler nun ihre Arbeiten miteinander und gemeinsam mit drj. Der Fokus liegt dem Titel entsprechend auf der linearen Form: Insbesondere van Munsters Werkgruppe der Brainwaves stellt sich darin dem Dialog mit Besselinks Reliefs und Objekten. Während erstere nach wie vor ihren Ursprung in der Gedankenenergie haben, die über Gehirnwellenmessungen grafisch festgehalten und in Licht-Arbeiten übertragen wird, sind für zweitere insbesondere von Mauerwerksverbände und deren Fugen inspirierten Überlagerungen prägend. Damit beziehen sie sich zusätzlich auf Architektur und Urbanismus, was beides aus dem Hintergrund der Programmgalerie wiederum nicht wegzudenken ist.

Nach einem Sommer ungeahnter Härten, einer aufgrund von Force Majeure zwangsweise verschobenen Ausstellung und auch nach wie vor angesichts einer gesellschaftlich unsicheren Zukunft, freuen wir uns in besonderem Maße auf diese Ausstellung. Deren Eröffnung am 14. September markiert so das Rentrée, den Wiedereinstieg von drj art projects in seinen Ausstellungsbetrieb und den Auftakt einer hoffentlich anregenden und die Wertschätzung konzeptueller und minimaler Kunst öffnenden Herbstsaison – trotz allem.


Mehr zu den Künstlern hier:
janvanmunster.nl  ·  willembesselink.nl


__EN__
Opening Wednesday, September 14, 2022, 6 – 9 p.m.
On view through October 29, 2022

Opening hours
Friday 3 to 7 pm, Saturday 2 to 6 pm, and daily by appointment

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78 105 / Isang Yun 1917–1995 / 2022
Ausstellung von Oliver Siebeck im Yun-Haus Berlin

Ausstellung bis 27. November 2022

Geöffnet Sonntag, 16.10, 6.11. sowie 27.11.2022 [u.A.w.g.]
Zudem auf Vereinbarung per e-Mail an:
Internationale Isang Yun Gesellschaft info@yun-gesellschaft.de

Yun-Haus Berlin · Sakrower Kirchweg 47 · 14089 Berlin-Kladow

Eröffnung Sonntag, 25. September 2022, 17:30 Uhr
Zuvor um 16 Uhr Konzert
Daniel Seroussi [Klavier] spielt Werke von Isang Yun,
Henri Dutilleux, Eres Holz und Franz Schubert

Eine Kooperation von drj art projects und INTERNATIONALE ISANG YUN GESELLSCHAFT

Installation von Oliver Siebeck · Kuratiert von Christiane Bail · Produziert von Matthias Seidel



___DE [EN below]___


Oliver Siebeck : Isang Yun – sesshafte und nichtsesshafte Buchstaben vielleicht

Wenn Oliver Siebeck mit einer Arbeit beginnt, steht am Anfang eine Faszination. Für ein Ding – eine Skulptur beispielsweise – für eine Situation – das Geräusch eines Insekts beim Fliegen etwa – oder, sehr oft, für eine Person – wie Isang Yun. Dann legt sich Siebeck das Handwerkszeug zurecht, mit dem er diese Arbeit erzeugen wird. Papier von der und der Struktur in dem und dem Format. Farben, wenige, hier Schwarz und Gold. Und, zentral, das Instrument. Sein Kunsterzeugungsinstrument. Die alte schwere mechanische Schreibmaschine.

Das Material, aus dem die Arbeit systematisch hergestellt wird, wird dem Gegenstand selbst entnommen. Bei der vorliegenden Arbeit sind es die im westlichen Alphabet, in der gebräuchlichsten Umschrift für das koreanische Alphabet, auch in der westlichen Reihenfolge, Vorname zuerst, aufgeschriebenen Buchstaben. Die Zeichen, die den Namen des Komponisten bedeuten und verlauten, von dem die Faszination, und damit diese Arbeit, ausging: ISANGYUN. Großbuchstaben. Systematisch eine beibehaltene Stellung der Schlagmechanik seiner Schreibmaschine also. Ganz einfach. Und genauso einfach, mit verdichtetem systematischen Variationsrepertoire, werden die Blätter bezeichnet. Reihung und Rotation, Reihung und Umkehr, Reihung und Krebs. Einfache bis mehrfache Wiederholungen. Überschreibungen von Überschreibungen. Sesshafte und nichtsesshafte Buchstaben vielleicht. Manche liegen auf der Seite, manche stehen auf dem Kopf.

Es ist nicht notwendig, etwas über Isang Yun zu wissen, um von Siebecks Blättern fasziniert zu sein und in ihnen je eigene Bedeutungssterne aufblitzen zu lassen. Sogar akustische, der sichtbar gewordene Schreibmaschinensound auf dem Papier. Tak-Taktak-Tak. Die teilweise regelrechte Lesbarkeit der Blätter. Oder prozessuale, wie das genüsslich allmähliche Aufgehen des goldenen Verstehens- und Sehenshorizonts beim sich Verdichten der Zeichen aus allen Himmelsrichtungen.

Je nachdem, wie vertraut man mit der Arbeit und dem Leben des Isang Yun ist, ist es natürlich nicht verboten und vermutlich in diesem Sinnzusammenhang auch nicht zu vermeiden, wenn man Hinweise auf Isang Yuns Leben oder Werk in Siebecks Arbeit sieht. Der Autor dieser Zeilen weiß zum Beispiel, dass es Stücke von Isang Yun gibt, in deren ersten paar Takten schon das gesamte Klangmaterial, mit dem das Stück arbeiten wird, vorgestellt wird. Genauso ist es hier bei Siebeck. Wenn man das Material und die Systematik verstanden hat, weiß man ungefähr, wie es weitergehen wird. Erleben will man es dann natürlich trotzdem noch; – oder jetzt erst recht.

Die vorliegenden Blätter mit den sesshaften und nichtsesshaften Buchstaben sind nicht die erste Arbeit von Oliver Siebeck mit dem Gegenstand Isang Yun. 2018 entstand seine Isang Yun Biografie. Hierbei waren das Zeichenmaterial für Siebecks Schreibmaschine die Ziffern der Lebensdaten von Isang Yun – 17. 9. 1917 bis 3.11.1995 – die Siebeck, im bekannten Zeichenformat und der bekannten Fortsetzungsregel folgend, Tag für Tag hintereinander auf eine ca. 20 Meter lange Papierrolle geschlagen hat. Einmal, in einem 40 Zeichen breiten schwarzen Streifen vorwärts, und einmal in einem 40 Zeichen breiten roten Streifen rückwärts.

Diese beiden nebeneinander laufenden Lebensdatenbahnen in rot und in schwarz variieren leicht in Anschlag und Farbkraft, und sie bewegen sich aufeinander zu und voneinander weg. In einer sehr dramatischen, spannungsgeladenen Passage dieser Schriftrolle überschreiben sich die beiden Bahnen an ihren Rändern. Berühren sich. Schreiben sich ineinander ein. Eine Sehnsucht. Ein Verlangen, dem man Himmelrichtungen zuschreiben kann, an deren Vereinigung Isang Yun ein Leben lang arbeitete, und einer Trennung, die sein Schicksal war.

Thomas Goldstrasz, Chemnitz 5.9.2022

Kursiv: Satzmaterial von Oliver Siebeck aus der Korrespondenz zu den vorliegenden Blättern. Eine Dokumentation der Isang Yun Biografie (2018) findet sich unter www.siebeckprojekte.de

Read English version here…

HYDRA

Eine Acchrochage zum Jahreswechsel.

Eröffnung Sonntag, 20. November 2022
Ausstellung bis Februar 2023

An acchrochage at the turn of the year.

Natalie Reusser [CH]

*1988 in Bern, lebt und arbeitet dort.

drj Programmkünstlerin seit 2017.

 

Ausstellungen und Beteiligungen:

 

drj

drj ist ein kuratierter, international orientierter Kunstraum für zeitgenössische konzeptuelle und minimale Kunst. drj steht als Kürzel für drj art projectsdrj arbeitet inhaltlich in der Tradition einer kuratierten Programmgalerie.

Weiterlesen…

drj is a curated art space for contemporary conceptual and minimal art on an international level. drj is short for drj art projectsdrj works in the tradition of a curated programme gallery.

Contine reading…

Aktuell | current

Zurzeit ist aufgrund höherer Gewalt keine Ausstellung bei drj zu sehen. Mehr unter
_ Zukunft

Due to force majeure there is currently no exhibition on view at drj. For more see
_ future

Douglas Allsop [GB]

*1943 in London [GB]
Lebt und arbeitet in Berlin

drj Programmkünstler seit 2013

Eintrag bei www.dr-julius.de

1.944 square holes, parallel pattern, 2009. Edition 8/10. Lithographic film, 20,05 x 35cm.
Reflective Editors
Two single holes, 2013. Black adhesive foil, diameter 80cm each. Edition 6.
Two single holes, 2013. Black adhesive foil, diameter 80cm each. Edition 6.
 

Ausstellungen und Beteiligungen:

 

less …
Douglas Allsop · Julius Stahl


less… is a conceptual and minimal exhibition of concisely set and meticulously selected works by drj artists Douglas Allsop [*1943 · GB] and Julius Stahl [1978 · DE].

PLEASE NOTE: DUE TO FORCE MAJEURE THE EXHIBITION HAS TO BE DELAYED TO 2023.

Opening Sunday, July 3, 2022, 12 – 4 p.m.
Core exhibition through Saturday, August 6, 2022
On view by appointment through Saturday, September 3, 2022

Special feature
Sound Performance by ERIK K. SKODVIN [*1979 · NO]
Saturday, July 30, 2022, 7:30 p.m.


less… ist eine konzeptuelle, minimale Ausstellung mit präzise gesetzten und genau bestimmten Werken der drj-Künstler Douglas Allsop [*1943 · GB] und Julius Stahl [1978 · DE].

ACHTUNG: DIE AUSSTELLUNG MUSS AUFGRUND HÖHERER GEWALT NACH 2023 VERSCHOBEN WERDEN.

Eröffnung Sonntag, 3. Juli 2022, 12 – 16 Uhr.
Kernausstellung bis Samstag, 6. August 2022
Danach zu sehen auf Vereinbarung bis Samstag, 3. September 2022

Spezialbeitrag
Klangperformance von ERIK K. SKODVIN [*1979 · NO]
Samstag, 30. Juli 2022, 19.30 Uhr

≈70m:2217

Eine filmische Animation von Wolfgang Berndt im drj Street Screening Programme 2022

Aus einem 5×5-Raster entstehen perfekte Labyrinthe: Zwischen zwei beliebigen Feldern existiert ein eindeutiger Pfad, jedes Feld ist mit jedem anderen verbunden, es gibt keine isolierten Inseln oder geschlossenen Kreise. 24 der möglichen 40 Verbindungen sind auszuwählen. Die Gesamtzahl aller Kombinationen – 24 aus 40 – beträgt 62.852.101.650.
Nach Elimination der nicht perfekten Varianten sowie der rotierten und/oder gespiegelten ergibt sich ein vollständiges System 69.699.849 einmaliger Zeichen.
Der »Kurzfilm« zeigt einen Extrakt (2217 Zeichen) der Entwicklung von der ersten bis zur letzten Variante des Systems in 2216 Schritten: Nach jedem Zeichen werden hier die folgenden 31.453 übersprungen.
Der vollständige Film hätte in der aktuellen Geschwindigkeit eine Laufzeit von ca. 3 Jahren.



Sign 1 -> 34.849.925 -> 69.699.849

____EN____

≈70m:2217
A film animation by Wolfgang Berndt for the drj Street Screening Programme 2022

Perfect mazes emerge from a 5×5 grid: A unique path exists between any two fields, every field is connected to every other, there are no isolated islands or loops. 24 of the possible 40 connections are to be selected. The total number of all combinations — 24 out of 40 – is 62,852,101,650.
After eliminating the imperfect variants and the rotated and/or mirrored ones, the result is a complete system of 69,699,849 unique signs.
The »short film« shows an extract (2217 signs) of the development from the first to the last variant of the system in 2216 steps: After each sign, the following 31,453 are skipped here.
The complete film would have a running time of about 3 years at the current speed.

Stephan Ehrenhofer [AT]

*1964 in Zürich [CH]
Lebt und arbeitet in Berlin

drj Programmkünstler seit 2008

www.stephanehrenhofer.de

Madras CENTURY, 2018. Acryl auf Papier
Madras CENTURY, 2018. Acryl auf Papier
lc_20110518, 2011. Acryl auf Aluminium, 40 x 42 x 10 cm
LA_3d, 2008. Acryl auf Tulpenbaumholz, 224x224x224 cm, 05. Berliner Kunstsalon
Coils, 2016. Polypropylen
 

Ausstellungen und Beteiligungen:

 

2021

Hartmut Böhm – System und Progression. Ausstellung im RAUM SCHROTH im Museum Wilhelm Morgner, Soest

Zum Tod von Hartmut Böhm

Klimafilm/Gelbfilm. Street Screening Project zu einer zeit- und ortsbasierten Arbeit von Oliver Siebeck

DUAL MANIFOLD. Geometry in sculpture and painting. A juxtaposition. Carles Valverde <> José Heerkens

ISOLARE. Zwei Kunstprojekte von Robert Gschwantner [AT]

drj art projects at POSITIONS 2021. Selected works from edition ROTE INSEL

UPSPACE. WERKE IN AUFLAGEN + REIHEN VON 20 INTERNATIONALEN KÜNSTLER*INNEN

UPSPACE — Preview Video Clip

Digitaler Informationskanal

Street Screening Programme

Von Februar bis März 2022 zeigt drj art projects ein erweitertes Street Screening: Neben dem 9:16 Monitor des Digitalen Schaufensters in der Leberstraße 60 wird der Ladenraum zur Filmbühne: Auf einer raumbreiten Leinwand werden dort Videoarbeiten von Künstler:innen des erweiterten drj Programms gezeigt. Diese können durch das Schaufenster von außen betrachtet werden.

Beteiligte Künstler:innen sind Monika Brandmeier, Christoph Brech, Jan van Munster und Lindsay Packer für die Breitwandfilme, sowie Wolfgang Berndt, Carles Valverde und Oliver Siebeck auf 9:16.

Premiere verschoben auf Freitag, 25. Februar 2022, 18 Uhr – aufgrund des Orkans Zeynep.

Der 9:16 Monitor läuft ab dann täglich von 18 -24 Uhr[1].
Die Breitwandfilme werden wöchentlich, immer freitags ab 18 Uhr, an diesen Daten gezeigt: 4. März, 11. März und 18. März 2022.
Derniere ist dann am 25. März 2022.

Diese Filme werden zu sehen sein:

Christoph BrechLa Sosta, 2010 0:08:00
Eternal Eclipse, 20150:05:45
Corona Mond, 20200:02:51
Monika Brandmeierschlafen.stehen, 20030:02:46
Löffel, 20020:10:21
Lindsay PackerObserver Effect, 20220:05:22
Self Similar, 20220:08:04
Charm Pours, 20220:06:08
Jan van MunsterCircles, 19720:02:54
Double Portrait, 19720:02:45
Movement Towards a Larger Order, 20160:02:36



Videostills der Beiträge zur drj Filmbühne

Die Gesamtlänge aller Videos beträgt ca. eine Stunde. Im Anschluss werden sie erneut gezeigt werden.
The overall length of the videos is about one hour. They will be re-shown at the end of the series.

Auf dem 9:16 Schirm sind die Beiträge täglich von 18 bis 24 Uhr zu sehen:

25. Februar – 5. März + 11. – 18. März 2022
Wolfgang Berndt ≈70m:2217
5. – 11. März + 18. – 25. März 2022
Lindsay Packer Figure Ground, 2022
Overkiller, 2022
Fly Over, 2022
2 Way Mirror, 2022
Pantomime, 2022
Picture Plane, 2022

Im Anschluss wird ein Wechselprogramm mit Werken von Oliver Siebeck und Carles Valverde bis zur Derniere gezeigt. Details folgen in Kürze.


[1] Angesichts des aus aktuellen Gründen noch dringlicher gebotenen energiesparenden Verhaltens ist dieser Schritt folgerichtig. Eine weiterhin auf 24/7 ausgelegte Präsentation ist unter diesem Aspekt unangebracht.

____EN____

From mid-February through March 2022, drj art projects will be staging an extended Street Screening: in addition to the 9:16 monitor on the outside window of Leberstrasse 60, the entry space will be transformed into a film stage: video works by artists from the extended drj programme will be shown there on a screen as wide as the room. These can be viewed through the store window from the outside.

Participating artists are Monika Brandmeier, Christoph Brech, Jan van Munster and Lindsay Packer for the widescreen films, as well as Wolfgang Berndt, Carles Valverde and Oliver Siebeck at 9:16.

Premiere delayed to February 25, 2022, 6 pm – due to the hurricane Zeynep.

The 9:16 monitor will run daily from then on, starting at 6 pm and ending at midnight. [1]
The widescreen films will be shown weekly, always on Fridays from 6 pm, on these dates:
March 4, March 11, March 18, 2022.
The final screening will be on March 25, 2022.



[1] In view of the current need for even more urgent energy-saving behaviour, this step is logical. A presentation that continues to be conceived as 24/7 is inappropriate from this point of view.

—t—e—x—t—i—l—e—
Artists and their works from the universe
of fabrics and inter-weaving techniques


— Exhibition at drj art projects still on view through Saturday, May 21, 2022


drj art projects
Leberstrasse 60 · D-10829 Berlin
OPENING HOURS at present:
Daily by appointment and Friday 3 to 7 pm, Saturday 2 to 6 pm

___EN___ [Deutsche Fassung unten]

drj art projects and Frontviews feature a cooperative exhibition on textile art of the 21st century.

As stated in the subtitle of the project, textile bares in itself a universe of its own – as within human existence, so within art. In order to find an authentic access on this complex, the exhibition focuses on the artists themselves. The basic assumption is this: Since the participating artists have actively committed themselves to working in this field of art, it is given that they are all aware of the meta-context and have positioned themselves personally in relation to it. Thus, by themselves and their works, the artists incorporate the whole project per se and obviously. In this manner – without trying an external approach – this exhibition setting relies in the trust of the artistic praxis by itself.

Inherent questions about the specifics and practice of the medium, as well as its relevance for the present and future of contemporary art, include these:
_ What kind of specific quality offer woven media, so that they are the choice of so many
artists today?
_ Do networking, mutually supportive structures require specific techniques and actors?
_ Are gender, consciousness of tradition or cultural background decisive artistic factors?
_ Does thinking in textiles and transferring it into works of art mean taking up a special
position with regard to society?

Based on spatial composition of the works and by the interaction of all the project’s elements, including people, artworks, organizers and venues, this exhibition creates a simultaneously individual and collective statement on the theme: a temporary fabric of material and social praxis. A publication will also reflect this. In addition to the images documenting the exhibitions, the focus will be again on the artists: The core of the book will consist of comments on their stance and the artworks.

Artists participating

Alke Reeh [*1960/70 · DE]
Stephan Ehrenhofer [*1964 · AT]
Esther Seidel [*1964 · DE/IT]
Bettina Allamoda [*1964 · US]
Robert Gschwantner [*1968 · AT]
Haleh Redjaian [*1971 · DE/IR]
Anja Schwörer [*1971 · DE]
J Stoner Blackwell [*1972 · US]
Aiko Tezuka [*1976 · JP]
Kathrin Köster [1981 · DE]
Alana Lake [1981 · GB]
Tristan Schulze [*1982 · DE]
Samantha Bittman [*1982 · US]
Nele-Marie Gräber [*1983 · CH]
Yasuaki Kuroda [*1986 · JP]
Natalie Reusser [*1988 · CH]
Justina Moncevičiūtė [*1988 · LT]

drj art projects
Leberstrasse 60 · D-10829 Berlin
ÖFFNUNGSZEITEN bis auf Weiteres:
Täglich auf Verabredung sowie Freitag 15 bis 19 Uhr und Samstag 14 bis 18 Uhr

___DE___

—t—e—x—t—i—l—e—
Artists and their works from the universe
of fabrics and inter-weaving techniques

Ein drj Ausstellungsprojekt in Kooperation mit Frontviews//HAUNT

— Ausstellung bei drj art projects weiter zu sehen bis Samstag, 21. Mai 2022 



drj art projects und Frontviews zeigen eine kooperative Doppelausstellung zur Textilen Kunst des 21. Jahrhunderts.

Wie im Untertitel des Projekts vermerkt, ist das Textile an sich ein eigenes Universum – wie im gesamten menschlichen Daseins, so auch in der Kunst. Um eine relevante Aussage zu diesem Komplex zu treffen, fokussiert die Ausstellung darum die Kunstschaffenden selbst.

Die Grundannahme ist diese: Da sich die teilnehmenden Künstler:innen aktiv entschlossen haben, auf diesem Feld der Kunst zu arbeiten, ist davon auszugehen, dass sie alle um den Meta-Zusammenhang wissen und sich persönlich dazu positioniert haben. Darum ist er so, durch sie selbst und ihre Werke, dem ganzen Projekt per se und selbstverständlich implizit.

Zugrunde liegende Fragen nach Spezifika und Praxis des Mediums, sowie deren Relevanz für Gegenwart und Zukunft der zeitgenössischen Kunst, sind etwa diese:

_ Bedingen vernetzende, einander Halt gebende Strukturen, spezielle Akteur:innen und Positionen?
_ Sind Gender, Traditionsbewusstsein oder kultureller Hintergrund entscheidende künstlerische Faktoren?
_ Bedeutet textiles Denken und übertragen desselben in Kunstwerke, sich gesellschaftlich speziell zu positionieren?

Anhand der ausgestellten Werke und durch das Zusammenwirken aller Elemente dieses Projekts – Personen, Kunstwerke, Veranstaltende und Orte – entsteht so ein fundiertes und kollektives Statement zum Thema.

Eine Publikation wird dies darüber hinaus festhalten. Neben den Abbildungen der Ausstellungen werden auch dort die Künstler:innen im Zentrum stehen: Das Herzstück des Buches werden persönliche Kommentare zu ihrer Haltung und zu den Arbeiten sein.

Hartmut Böhm – System und Progression
Ausstellung im RAUM SCHROTH im Museum Wilhelm Morgner, Soest


___DE___ [EN below]

Für die Stiftung Konzeptuelle Kunst Soest des Sammlers Carl-Jürgen Schroth hat drj art projects die Ausstellung »Hartmut Böhm – System und Progression« konzipiert. Sie führt anhand einer Auswahl von Werken aus fünf Dekaden die große künstlerische Innovationskraft Hartmut Böhms vor Augen. Kuratiert haben sie Christiane Bail und Matthias Seidel.

Auf dem Feld der minimal-konzeptuellen Kunst nimmt Hartmut Böhm [*1938 in Kassel] eine eigenständige Position ein. Seit den 1960er Jahren arbeitet er wegweisend an deren grundlegenden Themen, wie der Sichtbarmachung universeller Gesetze, Ordnungen und Systeme. Die künstlerische Übertragung dieser Zusammenhänge in Zeichnungen, Objekte und dreidimensionale Arbeiten hat sein vielgestaltiges Œuvre geprägt. Neben inhaltlicher und rationaler Klarheit verleiht er seinen Werken sowohl ausgeprägte ästhetische Qualitäten als auch eine sinnliche Anmutung.


Ein Ausstellungsrundgang in 4 Videoclips. Zum jeweils nächsten Schritt im Player rechts klicken.
A short tour through the exhibition by 4 video clips. Please click the player on the right side for the respective next step.



Ausstellung vom 14. November 2021 bis 30. Januar 2022 
RAUM SCHROTH im Museum Wilhelm Morgner
Thomästraße 1, D–59494 Soest


Während der Ausstellungzeit sind folgende Veranstaltungen geplant:

Sonntag, 14. November 2021, 11 Uhr
Die Kurator:innen Christiane Bail und Matthias Seidel sowie der Sammler Carl-Jürgen Schroth stehen in der Ausstellung für Gespräche zur Verfügung

Donnerstag, 25. November 2021, 17 Uhr
Vortrag von Christian Ganzenberg zum Werk Hartmut Böhms
Per Zoom, mit der Meeting-ID 850 1873 3940 und Kenncode 707914, oder mit diesem Link ist die Teilnahme auch online möglich!

Samstag, 11. Dezember 2021, 15 Uhr
Führung mit Carl-Jürgen Schroth
Sonntag, 2. Januar 2022, 11 Uhr
Führung
Samstag, 15. Januar 2022, 15 Uhr
Führung und Workshop für Familien
Sonntag, 30. Januar 2022, 15 Uhr
Finissage mit Führung durch die Kurator:innen

Bitte beachten:
Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung per e-Mail an rsvp@skk-soest.de erforderlich.
Es gelten die jeweils aktuellen Pandemiebestimmungen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen
Weitere Informationen finden sich auf www.skk-soest.de/veranstaltungen



___EN___

drj art projects has conceived the exhibition »Hartmut Böhm – System and Progression« for Stiftung Konzeptuelle Kunst Soest [Foundation Conceptual Art Soest] of art collector Carl-Jürgen Schroth. A selection of works from five decades reveals Hartmut Böhm’s outstanding artistic innovative power. It is curated by Christiane Bail and Matthias Seidel.

Hartmut Böhm [*1938 in Kassel] stands in a unique position in the field of minimal conceptual art. Since the 1960s, he has been working in a seminal way on its fundamental themes, such as the visualization of universal laws, orders and systems. The artistic transfer of these contexts into drawings, objects and three-dimensional works has formed his multifaceted oeuvre. In addition to clarity of content and rationality, he conveys distinct aesthetic qualities as well as a sensual appeal to his works.


Exhibition on view from November 13, 2021 through 30 January 2022
RAUM SCHROTH im Museum Wilhelm Morgner
Thomästrasse 1, D–59494 Soest


The following events are planned during the exhibition period:

Sunday, November 14, 2021, 11 a.m.
The curators Christiane Bail and Matthias Seidel as well as the collector Carl-Jürgen Schroth will be available for talks at the exhibition

Thursday, November 25, 2021, 5 p.m.
Lecture by Christian Ganzenberg on the work of Hartmut Böhm
By Zoom, using the meeting ID 850 1873 3940 and identification code 707914, or with this link, attendance is also possible online!

Saturday, December 11, 2021, 3 p.m.
Guided tour with Carl-Jürgen Schroth
Sunday, January 2, 2022, 11 a.m.
Guided tour
Saturday, January 15, 2022, 3 p.m.
Guided tour and workshop for families
Sunday, January 30, 2022, 3 p.m.
Finissage with guided tour by the curators

Please note:
For all events, registration by email to rsvp@skk-soest.de is required.
The current pandemic regulations of the federal state of Nordrhein-Westfalen apply. 
Further information can be found at www.skk-soest.de/veranstaltungen